Hütte and The Homegrown Organic Gospel Choir von Max Andrzejewski's HÜTTE & Choir

2017 WhyPlayJazz (RS034), CD + MP3 Album Download

Erwartet am 7. April 2017

Max Andrzejewski's HÜTTE & Choir »Hütte and The Homegrown Organic Gospel Choir«

Titelverzeichnis

  1. Omnivore  6:06
  2. Butter  6:47
  3. Stomach  5:09
  4. Feathery  6:00
  5. Hunter Gatherer  7:39
  6. Eat What You Are  6:13
  7. Sugo  5:16
  8. Starving, Anorexic  6:24
  9. Full  5:49
  10. Sugar  4:17
  11. Salt  6:22

Besetzung

Johannes Schleiermacher (sax), Tobias Hoffmann (git), Andreas Lang (b), Max Andrzejewski (dr) Choir Leading: Tobias Christl The Choir in alphabetical order: Winnie Brückner, Tobias Christl, Marie Daniels, Lea W. Frey, Marcus Gartschok, Erik Leuthäuser, Zola Mennenöh, Friederike Merz, Stephen Moult, Dora Osterloh, Lena Sundermeyer, Laura Winkler Special guest: Dorrey Lin Lyles (vocals)

Produktionsdetails

Recorded (June 2016) and mixed (November 2016) at rbb-Studio Berlin by Maria Suschke (Sound Supervisor), Bernd Bechthold (Sound Engineer) and Ulrich Hieber (Digital Cut). Mastered by Ulrich Hieber. Produced for Kulturradio rbb by Ulf Drechsel. Design and artwork by Michael Schultz.

Essen als Ersatzreligion – Der aktuelle Hype ums Essen gab dem Berliner Schlagzeuger Max Andrzejewski die Idee zu einem Gospel übers Essen. Das neue Album seiner Band HÜTTE (Neuer Deutsche Jazzpreis 2013), erweitert um einen 13-köpfigen Chor mit Gospelröhre Dorrey Lin Lyles, ist mitreißend, berührend und verstörend. Cherish the butter! ... Glory, glory!

Max Andrzejewski´s HÜTTE and The Homegrown Organic Gospel Choir ist die Synthese des jungen Berliner Jazzquartetts HÜTTE (Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreis 2013) mit einem Gospelchor aus starken Gesangssolisten. Das dritte Album der Band ist eine Liebeshochzeit von Gospel und Contemporary/FreeJazz. Das Album wurde im Juni 2016 mit einem 13-köpfigen Chor im RBB Radio Berlin Brandenburg aufgenommen. Als Gast ist die in Berlin lebende Gospelröhre Dorrey Lin Lyles zu hören. Poet und Theaterdramaturg Thomaspeter Goergen serviert dazu die passenden Songtexte.

Und dann ist auch noch Musik die Nahrung der Seele, sagt Shakespeare. Ist die Musik nicht, gleich dem Essen und dem Trinken, flüchtig, ungreifbar, verklingend, wenn nicht im Gedächtnis aufbewahrt; ja ist Musik nicht in besonderem Maße: Erinnerungskultur, Gedächtnisinstrument? Ist die Musik nicht ein Verfahren, auch ohne Schrift Erzählungen fortbestehen zu lassen, ihnen eine besonders gut zu memorierende Form zu geben. Der Gospel ist die Musik der frohen Botschaft, „ein good spell“, sagt Edwin Hawkins. Entstanden aus den Spirituals der Versklavten, eine erste Blüte mit All Time Favorites wie „Oh happy day“ aus den verlogensten Zeit der Rassentrennung – aus der Mitte des Schmerzes in die Höhe der Hoffnung gesungen, dass nicht vergessen wird, nein, dass sich erinnert wird, denn die Hoffnung ist uns um der Hoffnungslosen gegeben (W. Benjamin).

Hütte forscht musikalisch nach der Metapher des Essens - des lebenserhaltenden und unmittelbaren Genusses - der Freude, der Hoffnung, der Erlösung, welche auch in der Kulinarik innewohnen, stehen – gnostisch, manichäistisch – die Leiden gegenüber, die immanenten: Verzweiflung, Reue, Schmerz, Übelkeit, die Last des Körpers, der Fluch des Übermaßes, der Selbstekel und die Kasteiung.

Dies gab die Idee zu einem Gospel über Essen. Vielleicht mit einem Augenzwinkern voller ironischer Liebe, aber auch weil sich etwas verbindet: Freude, Genuss, Schmerz und Erinnern, etwas, was allen Menschen unbefangen gehören sollte und nicht unbefangen geschenkt wird. Essen und Trinken zum Gedenken, und Singen zum Gedenken. Dass wir essen müssen, dass wir singen wollen, und dass wir vielleicht nicht nichtglauben können. Diese Musik ist mitreißend, berührend und verstörend. Cherish the butter! ... Glory, glory!

Konzerte

2017