Salvation von Wanja Slavin Lotus Eaters

2018 WhyPlayJazz (RS035), CD + MP3 Album Download

Erwartet am 2. März 2018

Wanja Slavin Lotus Eaters »Salvation«

Titelverzeichnis

  1. Salvation  6:36
  2. W.S. 1  6:54
  3. Melancholia 1  6:25
  4. Melancholia 2  3:51
  5. W.S. 2  6:33
  6. Moonlight Becomes You  4:48
  7. Love Song  3:53

Besetzung

Tom Arthurs (tp), Erik Kimestad Pedersen (tp), Wanja Slavin (as, synth), Philipp Gropper (ts), Rainer Böhm (p, rhodes), Andreas Lang (b), Bernhard Meyer (eb), Petter Eldh (b, eb, synth), Ivars Arutyunyan (dr), Tobias Backhaus (dr), Nasheet Waits (dr)

Produktionsdetails

Track 1 recorded March 24, 2016 by Falko Duczmal at Forest Studios Steinbeck, Germany. Track 2/3/4 recorded September 28/29, 2016 by Marco Birkner at Casa San Francesco Loft Studios, Italy. Track 5/6/7 recorded January 19, 2017 by Rainer Robben at AudioCue Tonstudios Berlin, Germany. Produced by Wanja Slavin for WhyPlayJazz. Mixed by Marck Fuck. Mastered by Katherine Miller. Photo by Dovile Sermokas. Design and artwork by Travassos. Supported by Initiative Musik gGmbH with project funds from the Federal Government Commissioner for Culture and the Media, Germany.

Die Musik auf Wanja Slavins (BMW Welt Jazz Award, ECHO Jazz) neuem Album „Salvation“ schillert wie ein Regenbogen, sie entwickelt Strahlkraft und Souveränität. Sieben Klangpräziosen, sehr orchestral, farbenreich und ausgeklügelt arrangiert.

Einer der besten Altsaxofonisten hierzulande und darüber hinaus ist er sowieso. Die entsprechenden Preise hat er bekommen. Sie wirken wie wichtige Zwischenstationen im Schaffen Wanja Slavins, keinesfalls wie Ziele in seinem Musikerdasein.
Dieses wundervolle neue Album der Wanja Slavin Lotus Eaters ist der beste Beweis, dass der Bandleader mehr will. Deswegen geht er so sorgfältig an seine vergleichsweise seltenen Veröffentlichungen, deswegen feilt er so skrupulös an den Arrangements, deswegen verändert er seine Band immer wieder personell, um die übergeordneten Ideen seiner Musik immer schlüssiger einkreisen zu können.
Die Musik auf „Salvation“ schillert wie ein Regenbogen, irisiert in Schichten, drängt sich nicht auf und will schon gar nicht überrumpeln. Sie entwickelt ihre Strahlkraft und Souveränität bedachtsam, diszipliniert und frei von Floskeln. Sie zu hören ist so, als würde man Zeuge des Aufblühens von etwas Schönem. Hier bekennt sich einer, der in diversen Avantgardekonstellationen das freie Spiel pflegt, zum songhaft Melodiösen. Wanja Slavin nennt die Lotus Eaters seine wichtigste Band.
Wie ein Gourmet sucht er die passenden Mitspieler für seine Intentionen. Deswegen setzt sich CD No. 2 dieser Band zusammen aus in drei Aufnahmesessions mit wechselnden Besetzungen entstandenen sieben Klangpräziosen. Sehr orchestral ist das konzipiert, farbenreich und ausgeklügelt arrangiert. Die Solos sind sehr begrenzt, kommen bald und präzise auf den jeweiligen Punkt, denn das total freie Spiel wäre hier nicht genug. Weniger ist mehr in diesen manchmal wie durcharrangierte Popsongs, manchmal Alfred-Schnittke-verwandt wirkenden, manchmal sich an die Helden einer imaginären Shorter-Wheeler-Konitz-Linie lehnenden Statements einer raren Mehrdimensionalität. Immer plausibler wird hier, wie essenziell schon die Komposition der Band ist.
Und Wanja Slavin versteckt sich nicht hinter seiner Musik. Wie jeder in den Zeiten der Postmoderne muss er umgehen mit dem vielen, was da ist. Daraus dann das Eigene zu destillieren ist die Kunst, bei der er mit den Lotus Eaters sehr weit gekommen ist. Keine Kopien, keine Ironie und keine Pseudozitate gibt es bei ihm. All diese Krücken braucht er nicht, weil sie letztlich von der Angst zeugen, auch mal was ernst meinen zu müssen.
Tatsächlich weist diese Musik wie etwas Kostbares hinaus über die jeweils beteiligten sechs Individualitäten und hin auf diese spirituelle Ebene, wo alles in eine neue Qualität umschlägt.

Konzerte

2017


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