Outside von Philip Zoubek Trio

2018 WhyPlayJazz (WPJ042), CD + MP3 Album Download

Erwartet am 26. Oktober 2018

Philip Zoubek Trio »Outside«

Titelverzeichnis

  1. Scanning  7:34
  2. Rhetorics  5:21
  3. Now Then  2:45
  4. Sketch  4:56
  5. Spaces in Between  5:26
  6. Der König  4:21
  7. Gambit  4:49
  8. The Clearing  4:35
  9. The Long Fade  6:02
  10. Distorted Chants  5:02

Besetzung

Philip Zoubek (piano, compositions), David Helm (bass), Dominik Mahnig (drums)

Produktionsdetails

All compositions by Philip Zoubek. Produced by Philip Zoubek for WhyPlayJazz. Recorded December 2017 by Stefan Deistler at Loft, Cologne, Germany. Mixed by Markus Braun. Design by Markus Dorninger, based on illustrations by Ernst Haeckel. Special thanks to Roland Schulz, Markus Braun, Claudia, Hans-Martin Müller, Stefan Deistler, Markus Dorninger, the Zoubek family and my band mates, David and Dominik. For AZ.

Es gibt keine Grenze zwischen Improvisation und Komposition, keine zwischen Energie und Sensibilität. Musik, die auf Neugier setzt, auf hochenergetische Prozesse voller eingängiger innerer Logik, die sich überträgt, weil der Hörer spürt, wie hier Künstlern etwas unter den Nägeln brennt.

Das akustische Klaviertrio hat sich im Jazz als kammermusikalische Formation schlechthin emanzipiert und in den letzten beiden Jahrzehnten zu immenser Beliebtheit gefunden. In solcher Breitseite hat es sich auch inflationiert – und im Kopieren von Originalen. Von Philip Zoubeks Trio mit Kontrabassist David Helm und Schlagzeuger Dominik Mahnig ist so etwas nicht zu erwarten. Zoubek zelebriert auch hier seine Mischung aus Intensität und Kontrolle. Er war immer an Pianisten interessiert, die beides verbanden: Lennie Tristano, Paul Bley, Masabumi Kikuchi oder Glenn Gould. Bach war ihm stets näher als Liszt. Und überhaupt hat er sehr viel gehört, auch um zu entdecken, was er nicht will. So hat er zu seinem Personalstil gefunden, in den auch Cage, Xenakis und vor allem Morton Feldman diffundiert sind. Fein ziseliertes Spiel ist Philip Zoubek wichtiger als orchestrales.
Das Ich seiner neuen Musik ist ein Wir. Die Musik entsteht zu dritt. Eine ihrer Besonderheiten ist es, wie es zwischen Improvisation und Komposition keine identifizierbare Grenze gibt. Es gibt auch keine zwischen Energie und Sensibilität, zwischen Innehalt und Aufbruch. Keins der zehn Stücke wird geschwätzig, jedes hat neue Ideen, die sich einem großen Fluss zuordnen, der ohne Routine und simple Bedienung eines Publikumsgeschmacks auskommt, von dem ehrliche Künstler sowieso nicht wissen, wie er aussieht.
Diese Musik setzt auf Neugier. Sie unterschätzt den Hörer nicht. Sie führt Triomusik als hochenergetischen Prozess vor und verblüfft damit, wie eingängig eine innere Logik werden kann, wenn sich überträgt, wie Künstlern etwas unter den Nägeln brennt. Das ist viel mehr als einfach nur noch ein Pianotrio. Das ist ein kollektiver Aufbruch, raffiniert, wie aus einem Guss und voller sich übertragender Freude am gemeinsamen Gruppenklang.